Berlinale Telegramm 07: Hotelzimmerblues

'Eine flexible Frau' von Tatjana Turanskyj ©Berlinale Forum
'Eine flexible Frau' von Tatjana Turanskyj ©Berlinale Forum

Dies ist das letzte Telegramm von der Berlinale 2010. Morgen fliege ich zurück nach Basel. Und ich habe von den letzten Tagen nichts zu berichten vom Potsdamer Platz, wo die Berlinale immer noch in vollem Gang ist. Warum? – Weil mich eine lästige Grippe im Hotelzimmer festhält. Und wenn ich auch leider die letzten Filme der Berlinale verpasse, muss ich dennoch nicht aufs Filme gucken verzichten:

Das Berlinale Studio von Schweizer Radio DRS copy Häring

Ich habe mir vor ein paar Tagen hier in Berlin günstig einige DVDs gekauft, zum Beispiel Die sieben Samurai von Akira Kurosawa und den DDR-Film Spur der Steine aus dem Jahr 1966. Nicht neue Filme also, aber sicher wiedersehenswerte! Und weil ich also die letzten beiden Tage mein Hotelzimmer nicht verlassen habe, gebührt ihm auch die Ehre, Thema dieses letzten Telegramms zu sein. Denn hier ist nicht nur mein vorübergehendes Schlafdomizil, hier ist auch mein ganz winziges Büro und improvisiertes Radiostudio. Studiöli sozusagen. Was es dazu braucht, sieht man auf dem Bild: einen Laptop mit Internetanschluss, ein Aufnahmegerät mit Mikrofon und ein Telefon. Und so kann man sogar mit Grippe seine Berichte via Telefon ins Schweizer Radio sprechen, wenn die Energie nicht reicht, ins provisorische Festivalstudio einer lokalen Radiostation zu gehen. Wie einfach heute doch alles geworden ist, im Zeitalter der digitalen Datenübertragung. Die Virenübertragung hingegen war leider ganz analog. Zum Abschied von diese Berlinale winke ich Ihnen mit einem meiner vielen (noch unbenützten…) Taschentücher zu und sage auf Wiederlesen und Wiederhören!

Zu hören wird Brigitte Häring aber morgen Freitag noch sein, live um 11 Uhr für die Bilanz in Reflexe. Mit Martin Walder und Katja Nicodemus.

3 Replies to “Berlinale Telegramm 07: Hotelzimmerblues”

  1. @puyol5: Danke! Ja genau, das ist der Katalog, in dem alle Filme der Belinale beschrieben sind. Das „Telefonbuch“ der Belinale sozusagen.

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