TRON – LEGACY und die Vorfahren

Jeff Bridges in 'Tron - Legacy' ©Disney
Jeff Bridges in 'Tron - Legacy' ©Disney

Für meine Generation ist Disneys Tron ein Meilenstein. Nicht der Filmgeschichte, aber der Mediengeschichte. Ich gehöre gerade noch nicht zur Generation Pac-Man (da wirkte schon mein kleiner Bruder), sondern eher noch zur Generation Pong, und für uns war die Idee, ein Videospiel könnte eine eigene physische Realität entwickeln, in die man gar eindringen oder in der man in Gefangenschaft geraten könnte, noch rein metaphorisch faszinierend. Dennoch (oder trotzdem) wurde Tron zur Enttäuschung. Visuell gab das zwar etwas her, aber konzeptionell blieb das ein schwacher Action-Film mit einfachen Verfolgungsjagden, visuell aufgepeppt. Jetzt, fast dreissig Jahre später, hat Disney dem zur Legende gehypten Pionier-Film ein Tron – Legacy genanntes Nachfolgevehikel hinterhergejagt. Und das ist erst recht eine Enttäuschung:

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Filmpodcast Nr. 218: Hereafter, Rubber, Solothurner Filmtage, DVD Hugo Koblet, Bernd Eichinger

Hereafter von Clint Eastwood copy Warner Bros
Matt damon in 'Hereafter' von Clint Eastwood ©Warner Bros

Kino im Kopf mit Brigitte Häring. Der Schweizer Film präsentierte sich in Solothurn, Michael Sennhauser war da. Clint Eastwood klopft an die Himmelstür – Hannes Nüsseler zu Hereafter. Ein Killerreifen treibt im Film Rubber sein Unwesen. Ich habe ihm zugeschaut. Bernd Eichinger ist tot. Regisseurin Bettina Oberli gedenkt des Produzenten. Und Hugo Koblet pedalt wieder – den Pédaleur de Charme gibt’s als DVD-Tipp. Dazu die fünf Kurztipps und eine Tonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 4

Robert der Pneu und Roxane Mesquida in 'Rubber' ©xenix
Robert der Pneu und Roxane Mesquida in 'Rubber' ©xenix

Erst diese fünf Filme sehen. Dann alle anderen.

  1. Rubber von Quentin Dupieux. Grossartig, absurd, clever und sehr, sehr Killerpneu.
  2. Black Swan von Darren Aronofksy. Der Mann hat offenbar ein Hühnchen zu rupfen mit der Leistungsgesellschaft. Diesmal spielt die grazile Natalie Portman The Wrestler im Tutu. Das ist schrecklich schön simpel grauslich.
  3. Les amours imaginaires von Xavier Dolan. Der knapp über zwanzigjährige Kanadier schafft den unverschämten, jungen Film über das Verliebtsein als Konzept und Grundhaltung ohne Zynismus und theoretischen Unterbau, wie ihn etwa Tom Tyker bei Drei bemüht.
  4. Another Year von Mike Leigh. Der streitbare Brite fordert uns mit einer weiteren seiner schauspielergetriebenen Alltagsgeschichten unterhaltsam und hart aber herzlich heraus.
  5. Tournée von Mathieu Amalric. Das poetische europäische Gegengift zum verlogenen Schmu von Burlesque , bevor das Hauptgift überhaupt verabreicht wurde. Melancholisch und, ja, ergreifend.

Im Filmpodcast morgen gibts es mehr von allem und aus Solothurn.

SFT 11: Eine erste Gesprächsbilanz der aktuellen Filmtage

SFT Reithalle

Wie waren sie, die 46. Solothurner Filmtage? Was war besonders schön? Wo steuert die Filmpolitik hin? Und warum gibt es ausgerechnet jetzt, am Ende der umstrittenen Phase Bideau, so viele tolle Schweizer Filme? Ein Gespräch mit Kaspar Kasics, dem Präsidenten des ARF, Matthias Bürcher von artfilm.ch und CH-Film-Urgestein Clemens Klopfenstein.

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Nachtrag vom 31. Januar 2010. Hier gibts noch eine Nachbilanz im Kulturstammtisch auf DRS4, mit Marcy Goldberg und mir, moderiert von Eric Facon:

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SFT 11: Begutachtungs-Ausschuss

begutachtungsexperten

Ausschüsse haben in der Regel kaum mit Ausschuss zu tun, auch wenn sie pflichtgemäss mit ablehnenden Bescheiden welchen produzieren. Das Bundesamt für Kultur sucht Ersatz für drei zurückgetretene Expertinnen und Experten für jene Gruppe, welche Filmprojekte bewertet, nicht mehr ganz nach dem alten System, aber auch noch nicht nach dem Neuen, das gestern von einem Teil der Branche als Wunschmodell skizziert worden ist. Wer also Lust hat, zu begutachten, und sich berufen fühlt, der guten Sache in einer Zwischenphase zu dienen, soll sich doch melden. Bis spätestens Freitag.

SFT 11: Migros-Preis für Simon Baumann

Gerd Folkers, Peter Liechti, Urs Fitze und Hedy Graber ©sennhauser

Vor einem Jahr stellte Hedy Graber vom Migros-Kulturprozent hier in Solothurn den neuen Dokumentarfilm-Wettbewerb vor, der Filme von der Projektentwicklung bis auf die Leinwand begleiten soll. Heute wurde mit Simon Baumann der erste Sieger gekürt, dessen Projekt nun in die Produktion gehen soll. Wenn alles klappt, könnte der fertige Film 2012 am Dokumentarfilmfestival in Nyon uraufgeführt werden. Gleichzeitig gab Hedy Graber das Thema für den nächsten wiederum zweistufigen Wettbewerb bekannt: Freiheit – eine Herausforderung. Projekte können ab sofort und bis 16. Mai 2011 eingegeben werden.

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SFT 11: Demonstrative Einigkeit bei den Filmverbänden

In seltener und ungewohnter Einigkeit traten heute in Solothurn die drei wichtigsten Autoren- und Produzentenverbände auf. Gemeinsam präsentierten die SFP, die GARP und der ARF/FDS der Branche die bisher erarbeiteten Vorschläge für die Umgestaltung der Bundesfilmförderung per 2012. Auch wenn die Splittergruppe der „IG der unabhängigen Produzenten“ noch nicht dabei ist: Die Branche ist sich offenbar im Klaren darüber, dass das gegenwärtige Machtvakuum mit dem Abgang des noch nicht ersetzten Chefs der Sektion Film im BAK den idealen Zeitpunkt darstellt, um konkrete Pläne zu präsentieren. Und da spürte man auf jeden Fall das Bemühen um einen geeinten Auftritt. Vorerst drei Punkte wurden heute konkret präsentiert, alle mit einiger Tragweite und alle unter Berücksichtigung der im letzten Jahr immer lauter geäusserten Vorwürfe an das „System Bideau“. Das Begutachtungssystem für Fördergesuche soll neu organisiert werden, die Förderung von Drehbüchern und Treatments soll ausgebaut werden, und schliesslich soll die automatische Förderung Succès cinéma mit dem pacte de l’audiovisuel in ein neues, stärkeres automatisches Fördersystem umgebaut werden. Und zu guter Letzt kam auch noch der uralte Wunsch nach einer Überführung der Bundesfilmförderung vom Bundesamt für Kultur in ein Filminstitut oder eine Stiftung wieder zur Sprache.

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SFT 11: Und noch eine Schweizer Filmdatenbank

filmsearch

Morgen Montagnachmittag wird in Solothurn filmsearch.ch vorgestellt. Es handelt sich dabei im wesentlichen um den online-Datenbestand der Solothurner Filmtage zu den Filmen, die hier gezeigt wurden und werden, ein permanent verfügbarer Katalog, wie ihn zum Beispiel die Visions du Réel in Nyon auch schon seit ein paar Jahren anbieten. Die umfangreichste der bisher zugänglichen Datenbanken zum Schweizer Film unterhält seit mehr als zehn Jahren die Promotionsagentur Swissfilms, in ihren Beständen sind zur Zeit 3282 Filme erfasst (gegenüber derzeit 1816 Filmen im Solothurner Angebot). Allerdings sind die Suchmöglichkeiten und das Datenangebot unterschiedlich, beide Datenbanken bieten spezifische Angaben wie Festivalauftritte der Filme und natürlich Querverbindungen über die Macherinnen und Macher. Wer allerdings Auswertungszahlen zu den Filmen sucht, findet die immer noch eher bei der Branchenorganisation der Filmverleiher und Kinobetreiber, bei Procinema. Und die grössten Datenbestände überhaupt lagern in den nur rudimentär online zugänglichen Datenbanken der Cinémathèque suisse in Lausanne und in ihrer Zürcher Zweigstelle. Dazu kommen die recht ausführlichen Bestände der kommerziellen Schweizer Filmsite cineman.ch, welche zumindest all jene Schweizer Filme erfasst, welche eine Kinoauswertung erfahren haben, und diverse weiter Spezialdatenbanken. Warum also noch eine Solothurner Solotour, habe ich Daniel Fuchs gefragt, den Geschäftsführer der Filmtage.

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