Filmpodcast Nr. 657: Berlin Alexanderplatz, Pinocchio, Ennio Morricone, filmZ, BAK überbucht

‚Pinocchio‘ von Matteo Garrone © Ascot-Elite

Heute mit Neuverfilmungen von Berlin Alexanderplatz und Pinocchio, dem Abschied von Filmkomponist Ennio Morricone, einer neuen Zürcher Filmschauspielschule, und mit einem umstrittenen Verfahren zur optimalen Nutzung des Filmkredits. Dazu Kurztipps und Tonspur, wie immer.

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Die Unverpassbaren, Woche 28 – 2020

Welket Bungué als Francis in Burhan Qurbanis ‚Berlin Alexanderplatz‘ © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Berlin Alexanderplatz von Burhan Qurbani. Döblins Berliner Underdog Franz Biberkopf ist jetzt Francis, Flüchtling aus Bissau. Die in unsere Gegenwart verlegte Neuverfilmung ist nicht makellos. Aber stark und wuchtig.
  2. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  3. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  4. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.
  5. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.

Und im Filmpodcast morgen: Berlin Alexanderplatz, Pinocchio, Ennio Morricone, filmZ, Überbuchen beim BAK.

Filmpodcast Nr. 656: O fim do mundo, Les traducteurs, Alice et le maire, NIFFF Anaïs Emery

Olga Kurylenko in ‚Les traducteurs‘ © Pathé Films

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Heute mit einem nahezu perfekten Schweizer Spielfilm, der in Portugal spielt, mit einem vergnüglichen, vielsprachigen Krimi, einem rasanten französischen Film über den Politikbetrieb und mit Anaïs Emery, die sich nach 15 Jahren NIFFF nur virtuell verabschieden kann. Und natürlich auch heute mit Rätseltonspur und mit den Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 27 – 2020

‚Alice et le maire‘ Fabrice Luchini und Anaïs Demoustier © Agora

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. O fim do mundo von Basil da Cunha. Nach acht Jahren in der Jugenderziehungsanstalt kommt der junge Spira in seine Favela in Lissabon zurück und beginnt, sie anders zu sehen. Eine eigene Welt, ein eigener Film, nahe an der Perfektion.
  2. Alice et le maire von Nicolas Pariser. Der Bürgermeister von Lyon erhofft sich neue Ideen von einer jungen Akademikerin. Ein ungewöhnlicher Blick in die Mechanismen französische Politik zwischen «Westwing» und Elysée.
  3. Thalasso von Guillaume Nicloux. Die «monstres sacrés» Michel Houellebecq und Gérard Depardieu erleichtern sich einen Kuraufenthalt mit Reden und Trinken. Ein wunderbar absurdes Spiel mit Starbildern und Wünschen.
  4. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.
  5. It Must Be Heaven von Elia Suleiman. Nazareth sei längst überall, sagt der palästinensische Filmemacher, und lässt sein an Buster Keaton erinnerndes Alter Ego auch in Paris und New York stumm in die Kamera blinzeln.

Und im Filmpodcast morgen: Alice et le maire, O fim do mundo, Les traducteurs, NIFFF und Anaïs Emery.

Filmpodcast Nr. 655: Hope Gap, Sous la peau, And then We Danced

Annette Bening und Bill Nighy in ‚Hope Gap‘ © Ascot-Elite

Heute mit dem Ehe-Altersdrama Hope Gap mit Bill Nighy und Annette Bening, dem Transgender-Dokumentarfilm Sous la peau und dem Ballett-Tänzer-Lebens-Drama And then We Danced aus Schweden. Dazu eine Tonspur aus aktuellem Anlass. Und die Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 26 – 2020

‚And Then We Danced‘ © Cineworx

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. And Then We Danced von Levan Akin. Mehr Disziplin, weniger Kapriolen: Daran würde sich ein Tänzer im georgischen Nationalballett wohl halten – wäre er nicht in seinen Konkurrenten verliebt. Amouröse Schwingungen, knöchelbrecherische Pirouetten: Das geht ins Blut.
  2. It Must Be Heaven von Elia Suleiman. Nazareth sei längst überall, sagt der palästinensische Filmemacher, und lässt sein an Buster Keaton erinnerndes Alter Ego auch in Paris und New York stumm in die Kamera blinzeln.
  3. Iniciales S.G. von Rania Attieh & Daniel García. In Buenos Aires wird ein alternder Pornodarsteller und Serge-Gainsbourg-Interpret hart vom Pech verfolgt – nur in der Liebe hat er viel mehr Glück, als ihm auffällt. Ein frivoles, makabres und wehmütiges Schelmenstück aus Argentinien.
  4. Love Me Tender von Klaudia Reynicke. Mutter tot, Vater weg: Eine dreissigjährige Frau mit Angst vor offenen Räumen schafft es, ihre Wohnung zu verlassen. Ein absurdes, tragikomisches Low-Budget-Stück aus dem Tessin: Liebenswert, witzig – und zeitgemäss.
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: And Then We Danced, Sous la peau, Hope Gap.

Filmpodcast Nr. 654: Iniciales S.G., It Must Be Heaven, L’enlèvement de Michel Houellebecq, Thalasso, Guillaume Nicloux, Netflix-Zahlen

Michel Houellebecq in ´Thalasso‘ von Guillaume Nicloux © xenix

Heute haben wir eine ziemliche Ladung, schliesslich mussten viele Filme lange auf die Leinwand warten. Iniciales S.G. ist eine Tragikomödie aus Argentinien, It Must Be Heaven, das jüngste Schelmenstück des Palästinensers Elia Suleiman ist jetzt endlich auf der grossen Leinwand. Wir reden mit Guillaume Nicloux, der die französischen «monstres sacrés» Gérard Depardieu und Michel Houellebecq in ihren eigenen Rollen inszeniert. Ein britischer Vergleichsdienst hat die Netflix-Zahlen auf Länder herabgebrochen: Die Schweiz ist sehr hoch vernetflixt. Und dazu wie immer Tonspur und Kurztipps.

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Die Unverpassbaren, Woche 25 – 2020

Regisseur und Filmfigur Elia Suleiman © filmcoopi

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. It Must Be Heaven von Elia Suleiman. Nazareth sei längst überall, sagt der palästinensische Filmemacher, und lässt sein an Buster Keaton erinnerndes Alter Ego auch in Paris und New York stumm in die Kamera blinzeln.
  2. Iniciales S.G. von Rania Attieh & Daniel García. In Buenos Aires wird ein alternder Pornodarsteller und Serge-Gainsbourg-Interpret hart vom Pech verfolgt – nur in der Liebe hat er viel mehr Glück, als ihm auffällt. Ein frivoles, makabres und wehmütiges Schelmenstück aus Argentinien.
  3. Love Me Tender von Klaudia Reynicke. Mutter tot, Vater weg: Eine dreissigjährige Frau mit Angst vor offenen Räumen schafft es, ihre Wohnung zu verlassen. Ein absurdes, tragikomisches Low-Budget-Stück aus dem Tessin: Liebenswert, witzig – und zeitgemäss.
  4. Suicide Tourist  von Jonas Alexander Arnby. In einem dubiosen Alpenhotel lässt sich ein Hirntumorpatient in den Freitod begleiten. Oder doch nicht? Kein seriöser Beitrag zum Thema Sterbehilfe, aber atmosphärisch dicht und verschachtelt geschnitten wie bei Nicolas Roeg.
  5. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: It Must Be Heaven, Iniciales S.G., Thalasso, L’enlèvement de Michel Houellebecq und Guillaume Nicloux im Gespräch, Netflix-Zahlen Schweiz.

Filmpodcast Nr. 653: Suicide Tourist, Notre Dame, Love Me Tender

‚Suicide Tourist‘ Max (Nikolaj Coster-Waldau) & Laerke (Tuva Novotny) © DCM

Kino im Kopf – mit Brigitte Häring. Endlich können wir wieder ins Kino! Und auch wenn die Auswahl noch etwas beschränkt ist, sind doch einige spannende Filme zu entdecken. Zum Beispiel der dänische Film Suicide Tourist mit Game of Thrones-Star Nicolaj Coster-Waldau; die französische Komödie Notre Dame – gedreht noch VOR dem grossen Brand – und der Tessiner Spielfilm Love Me Tender über eine Frau mit Agoraphobie. Dazu gibt’s fünf Kurztipps- jetzt können wir dafür wieder im Kinoprogramm stöbern – und eine Rätseltonspur.

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Die Unverpassbaren, Woche 24 – 2020

‚Love Me Tender‘ von Klaudia Reynicke © First Hand Films

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Love Me Tender von Klaudia Reynicke. Mutter tot, Vater weg: Eine dreissigjährige Frau mit Angst vor offenen Räumen schafft es, ihre Wohnung zu verlassen. Ein absurdes, tragikomisches Low-Budget-Stück aus dem Tessin: Liebenswert, witzig – und zeitgemäss.
  2. Suicide Tourist  von Jonas Alexander Arnby. In einem dubiosen Alpenhotel lässt sich ein Hirntumorpatient in den Freitod begleiten. Oder doch nicht? Kein seriöser Beitrag zum Thema Sterbehilfe, aber atmosphärisch dicht und verschachtelt geschnitten wie bei Nicolas Roeg.
  3. About Endlessness von Roy Andersson. Bei Andersson ist man nie sicher, ob er an der Menschheit verzweifelt, oder an seiner Liebe zu ihr. Jedenfalls ist auch dieser Film wieder einzigartig eigensinnig und voller Menschen.
  4. Mare von Andrea Štaka. Familie, Freiheit und Begehren: Mare, Ehefrau und Mutter von Teenagern, besinnt sich langsam wieder auf sich selber. Ein fliessender, alltäglicher, besonderer Film von einer Frau über eine Frau. Jetzt endlich wieder im Kino.
  5. Parasite von Bong Joon Ho. Die Kellerfamilie schleicht sich ein bei den Villenbesitzern. Eine immer wieder neu überraschende Sozial-Parabel, die gekonnt alle Genre-Grenzen verwischt. Hinterhältig unterhaltsam und jetzt noch einmal im Kino.

Und im Filmpodcast morgen: Love Me Tender, Suicide Tourist, Nôtre Dame.