Die Unverpassbaren, Woche 45 – 2017

Mia: Luna Wedler in ‚Blue My Mind‘ © frenetic

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Blue My Mind von Lisa Brühlmann. Ein Teenager- und Pubertätsdrama mit extremen und extrem schönen Bildern. Metaphorisch direkter Verwandlungshorror, mit starker Konsequenz, die auch für ein paar Längen entschädigt.
  2. Die letzte Pointe von Rolf Lyssy. Die Tragikomödie um das Recht und den Zeitpunkt, seinen Abgang selber zu wählen, schafft mit trügerischer Leichtigkeit den Vitaparcours zwischen Tragik und Familienkomödie, borstiger Altersromanze und jazziger Verspieltheit.
  3. Patti Cake$ von Geremy Jasper.  Naiv und unrealistisch, aber gerade deshalb zutiefst rührend. Der Film trifft ins Herz wie ein guter alter Springsteen-Song, wenn auch mit einer unbändigen Lust darauf, sprachlich so richtig vulgär zu sein.
  4. Casting von Nicolas Wackerbarth. Eine unentschiedene Regisseurin testet Schauspielerinnen für ein Remake eines Fassbinder-Films. Machtspiele und Unsicherheiten ergeben ein eben so smartes wie treffend komisches Zerrbild menschlicher Ambitionen und Unsicherheiten.
  5. The Square von Ruben Östlund. Ein soziales Experiment als Kunstevent. Ein Film wie ein Experimentierkasten, mit bis zum Anschlag ausgereiztem Satirepotential, aber auch mit mindestens so viel Ernsthaftigkeit.

Morgen im Filmpodcast Patti Cake$, Suburbicon, Blue My Mind, Die letzte Pointe, Rolf Lyssy, Kurzfilmtage Winterthur.

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