Cannes 18: Palmarès

Hirokazu Kore-Eda mit der Palme d’or, der Übersetzerin und Jurypräsidentin Cate Blanchett

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Berlinale 18: TOUCH ME NOT von Adina Pintilie (Wettbewerb: Goldener Bär 2018)

Laura Benson © Manekino Film, Rohfilm, Pink, Agitprop, Les Films de l’Etranger

Dass uns ein Film oder eine Szene berührt habe, behaupten wir ja immer wieder einmal. Physisch stimmt das nie. Und wenn es vorkäme, würden wir uns sehr erschrecken.

Touch me not – rühr mich nicht an, heisst dieses dokumentarisch aufgezogene Experiment der Rumänin Adina Pintilie. Es ist ein Film, der an die körperlichen Grenzen geht.

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SFT 18: OUT OF PARADISE von Batbayar Chogsom

Dorj (Bayarsaikhan Bayartsengel) und seine Frau Suren (Enerel Tumen) leben traditionell nomadisch in einer Jurte in der mongolischen Steppe. Die nächsten Nachbarn sind meist weit entfernt, ein Fahrzeug mit Fahrer muss erst gefunden und aufgeboten werden.

Und Dorj ist alles andere als freundlich zu Ganbaa (Bayanmunkh Purevjav), der sich einverstanden erklärt hat, mit den beiden in die Stadt zu fahren. Nötig ist das, weil die hochschwangere Suren nicht noch eine Fehlgeburt riskieren darf, wie ihr der Arzt erklärt hat. „SFT 18: OUT OF PARADISE von Batbayar Chogsom“ weiterlesen

Animation in Annecy, Ausgabe 2017

(Refrain im Lied des Sponsor-Trailers zu Beginn aller Vorstellungen)

Von Rolf Bächler

Wenn jemand meint, ein Festival, auch wenn es schon sehr gross ist, hätte Wachstums- oder Sättigungsgrenzen, so ist Annecy bestrebt, von Mal zu Mal das Gegenteil zu beweisen: Erweiterung der Anzahl und Definition der Kurzfilmwettbewerbe (will heissen unumgänglich für den Berichterstatter). Erhöhung der Zahl der Leinwände im Zentrum, von sechs auf acht (von insgesamt zwölf, plus vier unter freiem Himmel). Ausdehnung auch der Anwendungsbereiche des animierten Bilds: Neu zählen auch Virtual-Reality-Produktionen, die sich seiner bedienen, unter dem Etikett vr@annecy zur offiziellen Selektion. Ausserdem hat die Zahl der Akkreditierungen die symbolische Schwelle von 10‘000 überschritten. „Animation in Annecy, Ausgabe 2017“ weiterlesen

Die Oscars, die Zivilgesellschaft und der Widerstand in den USA

Von der Oscar-Verleihung in der Nacht auf den Montag ist mehr zu erwarten als die übliche Gratulations-Feier, die Stars und die Kreativen sind in der gleichen Zwickmühle wie die Zivilgesellschaft und die US-Wissenschaft: Ruhe bewahren oder protestieren? Kommt es zu den ersten Protest-Oscars?

Hören:

Saugen: Kontext 27. Feb. 2017 (Rechtsklick für Download)
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Zwei Césars für MA VIE DE COURGETTE

Claude Barras, Courgette, César, Céline Sciamma

Bei der Verleihung der wichtigsten französischen Filmpreise gestern Abend in Paris hat Ma vie de Courgette des Wallisers Claude Barras den César für den besten Animationsfilm gewonnen. Und den für das beste adaptierte Drehbuch für Claude Barras und seine Co-Autorin Céline Sciamma. Und nun muss das Team nach durchgefeierter Nacht nach Los Angeles fliegen und an der Oscar-Verleihung in der Nacht auf Montag noch einmal fiebern. Wenn auch mit deutlich weniger Chancen als gestern.

Den gleichen Parcours absolviert übrigens auch Schauspielerin Isabelle Huppert. Auch sie war gestern in Paris, wo ihr Film Elle von Paul Verhoeven als bester Film ausgezeichnet wurde. Und sie einmal mehr als beste Darstellerin. Im Januar wurde Huppert für ihre Rolle in Elle schon bei den Golden Globes ausgezeichnet. Und für den Oscar morgen Nacht ist sie ebenfalls nominiert.

Alle Césars gibt es auf der Webseite der französischen Académie.

Zürcher Filmpreise 2016

Cadrage 2016: Die automatischen Gewinnerinnen von Succès Zürich © sennhauser
Cadrage 2016: Die automatischen Gewinnerinnen von Succès Zürich © sennhauser

Die «Cadrage 2016» holte heute die Zürcher Filmszene in ihren vitalen kleinen Aussenposten Winterthur. Im Kino im «Kesselhaus» gleich hinter dem Bahnhof wurden in einer fast so straffen Zeremonie wie Anfang dieser Woche in Basel die Preise vergeben, die kommissionierten und die automatischen. Fünfunddreissigtausend Franken sprach die Zürcher Filmkommission, welche die Gesamtsumme von 100’000 Franken beliebig aufteilen kann, Susanne Regina Meures für Raving Iran zu. Je 20’000 Franken gingen an Annina Furrer für Dem Himmel zu nah, und an Eva Vitija für Das Leben drehen, der am Montag schon in Basel abgeräumt hatte. 15’000 Franken gingen an Jan Gassmann für Europe – She Loves und 10’000 Franken in Anerkennung der Ausstattung an Xavier Kollers Schellen-Ursli.

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