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    Sind die Hollywood-Business-Gazetten Auslaufmodelle?

    Von Michael Sennhauser | 30. Januar 2009 - 15:44

    Hollywood Reporter und Variety: Bald keine täglichen Druckausgaben mehr?

    Hollywood Reporter und Variety: Bald keine täglichen Druckausgaben mehr?

    Nächste Woche werden sie sich wieder den täglichen Kampf um die Insider-Annoncen liefern. An der Berlinale, wie an allen grösseren Festivals, machen die Branchenmagazine mit täglichen Ausgaben noch immer einen ordentlichen Umsatz. Denn jeder Filmverkäufer tritt auf diesen Märkten (nicht im offiziellen Programm, sondern im Hintergrund, dort, wo die Einkäufer auf Brautschau gehen) in den Kampf gegen die Anonymität. Und da sind diese gedruckten täglichen Insider-Newsdienste noch immer ideal, um am Tag der Marktvorführung eines Films noch etwas zusätzliche Aufmerksamkeit zu generieren. Am Filmfestival von Cannes kämpfen oft fünf oder sechs Branchen-Dienste mit täglichen Ausgaben um Inserenten. Und weil im Festivalrummel so ein Papierdings noch immer ein wenig praktischer ist, als Laptop und Internet, werden sie sich da auch noch zwei drei Jahre halten können. Auf dem Heimmarkt dagegen, in Los Angeles zum Beispiel, da droht gerade zweien der alten Tanten, dem Daily Variety und dem Hollywood-Reporter, langsam die Luft auszugehen, berichtet Reuters heute. Es könne sehr wohl passieren, dass nächstes Jahr nur noch ein Titel täglich auf Papier erscheine, meinen Insider. Variety hat schon etliche seiner Verlagsklassiker verkauft, so auch den International Film Guide, einst ein jährliches Standardwerk zum Weltkino. Allerdings sind beide Produkte längstens sehr gut aufgestellt mit ihren Online-Ausgaben. Und mit zunehmender Smartphone-Dichte ist absehbar, dass wir Journalisten und die Film-Sales-People auch an Festivals mehr und mehr auf die kleinen Bildschirme starren werden. Bleibt nur noch die Frage: Womit klemme ich dann in Cannes den Kaltluftstrom von der Düse unter dem Sitz im grossen Auditorium ab? Ein aufgefaltetes Variety war dafür ideal.

    Topics: Filmbusiness, Filmfestival | 2 Kommentare »

    2 Comments

    1. Wie soll «Variety» täglich eine Ausgabe füllen, wenn der Verlag soeben 30 Angestellte, darunter auch Reporter und Redaktoren wie Anne Thompson, entlassen hat: Reed Business trims staff. Für die Luftabwehr dürfte die dünnere Ausgabe auch nicht mehr ausreichen. Die wird gleich weggeblasen.

      Kommentar by Thomas — 30. Januar 2009 @ 16:02

    2. Ja, und so gesehen ist es nicht mehr als recht, wenn auch wir in Cannes an den A… frieren, wenn schon die Kolleginnen und Kollegen ihren Job verlieren. Ich fürchte allerdings, dass Reed einfach die online-Redaktion mit billigeren Leuten füllen wird. Wie alle Verlage es auch hierzulande tun…

      Kommentar by Michael Sennhauser — 30. Januar 2009 @ 16:06

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