Die Unverpassbaren, Woche 06 – 2026

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Urchin von Harris Dickinson. Eine überraschend attraktive Weiterentwicklung des UK-Sozialdramas durch den Babygirl-Dominator. À bras-le-corps (Silent Rebellion) von Marie-Elsa Sgualdo. Eine junge Frau im Schweizer Jura behauptet sich in aller Stille. Perfektes Kino mit einer unglaublichen Hauptdarstellerin. Hiver à Sokcho von Koya Kamura. Im Norden Südkoreas überwindet Soo-Ha  das Vaterloch …

Die Unverpassbaren, Woche 05 – 2026

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: À bras-le-corps (Silent Rebellion) von Marie-Elsa Sgualdo. Eine junge Frau im Schweizer Jura behauptet sich in aller Stille. Perfektes Kino mit einer unglaublichen Hauptdarstellerin. Hiver à Sokcho von Koya Kamura. Im Norden Südkoreas überwindet Soo-Ha  das Vaterloch in ihrem Herzen. Eine überaus berührende Umsetzung des Romans der …

Die Unverpassbaren, Woche 04 – 2026

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Silent Friend von Ildikó Enyedi. In drei verschiedenen Zeitperioden bemühen sich an der Universität Marburg Frauen und Männer um ein erweitertes Verständnis der Welt. Immer im Hintergrund: ein prächtiger Ginkgo-Baum. Jeunes mères von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Vier junge Mütter kämpfen in einem betreuten Heim mit ihrer Zukunft. …

Die Unverpassbaren, Woche 03 – 2026

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen: Jeunes mères von Jean-Pierre & Luc Dardenne. Vier junge Mütter kämpfen in einem betreuten Heim mit ihrer Zukunft. Der erste Ensemblefilm der Dardennes packt dokumentarisch sozialdramatisch verdichtet wie eh und je. Eureka von Lisandro Alonso. Das Slow-Western Triptychon dekonstruiert Mythen indigen gespiegelt in eine süd- und eine …

JEUNES MÈRES von Jean-Pierre & Luc Dardenne

Vier junge Frauen, neue oder angehende Mütter, kämpfen in einem betreuten Heim mit ihrer Existenz, ihren Ängsten und der ungewissen Zukunft für sich und ihre Neugeborenen. Und erst als mit India Hair tief im Geschehen das erste und einzige bekannte Schauspielerinnengesicht auftaucht, bin ich von dem überzeugt, was ich von Anfang an wusste: Das ist …

LES COURAGEUX von Jasmin Gordon

Jule hat drei Kinder und viele Probleme. Sie hat kein Geld, kaum Einkommen, eine kleinkriminelle Vergangenheit und dazu den unbändigen Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Das wäre überall auf der Welt schwierig, zumal sie eben so entschlossen ist, ihren Kindern nichts als Normalität und Familienfrieden zu bieten. Noch schwieriger aber gestaltet sich das im …

ARIYIPPU von Mahesh Narayanan

Ein sozial engagiertes indisches Drama, das in seiner moralischen Anlage an die Filme der Dardenne Brüder erinnert. Vor vierzig Jahren wäre das ein doppelt unsinniger Satz gewesen. Weil da einerseits noch kaum jemand die Dardennes kannte. Und weil anderseits auch in den Schweizer Studiofilm-Kreisen nicht Bollywood und Hindi-Melodram dominierten, sondern, zum Beispiel, Satyajit Ray, Mrinal Sen …

UN PETIT FRÈRE von Leonor Serraille

Nachdem sie 2017 für Jeune femme mit Laetitia Dosch die Goldene Kamera von Cannes gewonnen hatte, standen ihr für ihren neuen Film plötzlich deutlich mehr Mittel zur Verfügung. Und die hat sie eingesetzt für einen weiteren bewundernswerten und bewundernden Film über eine Frau, welche die Freiheit im Kopf hat, «dans la tête», zumindest dann, wenn …

TORI ET LOKITA von Jean-Pierre et Luc Dardenne

Die Dardenne-Brüder gehören zu den wenigen, welche die Goldene Palme von Cannes zweimal gewonnen haben, dazu kommt eine ganze weitere Reihe von Auszeichnungen an diesem Festival allein. Mit ihrem zwölften Langspielfilm könnten sie theoretisch die dritte Palme holen. Die Dringlichkeit und die thematische Relevanz hat das Drama durchaus. Dabei ist die Crux der beiden ausgerechnet …

Cannes 19: LE JEUNE AHMED von Jean-Pierre und Luc Dardenne

Der junge Ahmed, ein bis vor kurzem völlig normaler, in einem liberalen muslimischen Haushalt aufgewachsener Junge, der seiner geduldigen Lehrerin die Überwindung seiner Leseschwäche verdankt, beschliesst, eben diese Lehrerin umzubringen. Es ist Ahmeds persönlicher Beitrag zum Dschihad, den ihm und seinem Bruder der fanatische Hinterzimmer-Imam Youssouf näher gebracht hat.