Horror, Fantasy, Science-Fiction, Thriller – Swissmade?

Anna Hausburg in Mathieu Seilers ‚True Love Ways‘

Vampire im Schweizer Film? Die gibt es tatsächlich. In Chimères (2013) vom Neuenburger Olivier Beguin beginnt die Verwandlung eines jungen Schweizers mit einer verunreinigten Bluttransfusion, nach einem Unfall in Rumänien. Zurück in der Schweiz entwickelt Alexandre einen Blutdurst, der ihn erschreckt. „Horror, Fantasy, Science-Fiction, Thriller – Swissmade?“ weiterlesen

Zum Tod von Erwin C. Dietrich

In 80 Betten um die Welt oder Frauen ohne Unschuld sind nur zwei der unzähligen Filmtitel aus dem umfangreichen Gesamtwerk des Schweizer Filmproduzenten und Regisseurs Erwin C. Dietrich. Mit Heimatfilmen hat er angefangen, mit Sexfilmen wurde er reich und schliesslich baute er in Zürich ein ernstzunehmendes Verleih- und Kino-Imperium auf. Wie erst am Sonntag bekannt wurde, ist der Kinopionier letzte Woche nach langer Krankheit im Alter von 87 Jahren gestorben. Hier ein Rückblick auf seine Karriere, die von Produktionsökonomie und kaufmännischem Geschick geprägt war:  „Zum Tod von Erwin C. Dietrich“ weiterlesen

Keine Bundesgelder mehr für das ZFF

Das ZFF-Leitungsteam Karl Spoerri und Nadja Schildknecht an der PK für die Ausgabe 2017 © Zurich Film Festival / Michela Di Savino

Das Zürich Film Festival ZFF wird künftig keine Bundessubventionen mehr erhalten. Dies hat Daniel Menna, der stellvertretende Leiter Kommunikation des Bundesamtes für Kultur BAK heute auf Anfrage von SRF 2 Kultur bestätigt.

Das Zürich Film Festival ist seit 2016 zu 52% im Besitz der NZZ Mediengruppe. Da durch diese Mehrheitsübernahme die für die bisherige Leistungsvereinbarung zwischen ZFF und BAK nötige Einsicht in die Geschäftszahlen der Zürich Film Festival AG und der zugehörigen Vermarktungsgesellschaft Spoundation Motion Picture AG aufgrund der beim Unternehmen NZZ üblichen Governance nicht mehr gegeben ist, konnte die Leistungsvereinbarung mit dem Bundesamt für Kultur nicht erneuert werden, erklärt Menna.

Für die Jahre 2017 bis 2020 waren je 250’000 Franken an Bundessubventionen für das ZFF budgetiert, die entfallen nun schon ab diesem Jahr.
Das ZFF ist finanziell via Sponsoring recht gut aufgestellt, die öffentliche Hand trug in den letzten Jahren nur etwa 11 Prozent des gesamten Budgets bei.

Eine Antwort auf die kurzfristige Anfrage von SRF 2 Kultur beim Zürich Film Festival steht noch aus.

Nachtrag von ZFF-Ko-Leiter Karl Spoerri von 20:22 Uhr via E-Mail: „Wir gewähren sehr wohl Einsicht in die ZFF AG“

SFT 18: OUT OF PARADISE von Batbayar Chogsom

Dorj (Bayarsaikhan Bayartsengel) und seine Frau Suren (Enerel Tumen) leben traditionell nomadisch in einer Jurte in der mongolischen Steppe. Die nächsten Nachbarn sind meist weit entfernt, ein Fahrzeug mit Fahrer muss erst gefunden und aufgeboten werden.

Und Dorj ist alles andere als freundlich zu Ganbaa (Bayanmunkh Purevjav), der sich einverstanden erklärt hat, mit den beiden in die Stadt zu fahren. Nötig ist das, weil die hochschwangere Suren nicht noch eine Fehlgeburt riskieren darf, wie ihr der Arzt erklärt hat. „SFT 18: OUT OF PARADISE von Batbayar Chogsom“ weiterlesen

SFT 18: DIE VIERTE GEWALT von Dieter Fahrer

© Balzli & Fahrer GmbH

Natürlich sind wir Journalisten die ersten, die sich für einen Film über Journalisten interessieren. Und wenn der Berner Dokumentarfilmer Dieter Fahrer über die sogenannte «vierte Gewalt» im Staat nachdenkt, wissen wir auch, wo seine Sympathien liegen.

Und Dieter Fahrer weiss, dass wir das wissen. Darum deklariert er seinen Film Die vierte Gewalt von Anfang an als subjektive Bestandesaufnahme.

Der Film eröffnet mit der klassischen Sequenz, in der frisch gedruckte Zeitungen in eindrücklicher Reihung die Druck- und Faltmaschinen verlassen. Fein säuberlich hängt da «Der Bund» tausendfach am Transportsystem, wie Skifahrer am Lift. „SFT 18: DIE VIERTE GEWALT von Dieter Fahrer“ weiterlesen

SFT 18: BIS ANS ENDE DER TRÄUME von Wilfried Meichtry

Christophe Sermet und Sabine Timoteo © frenetic

Ein Mann verlässt sichtlich wütend ein schlossartiges Gebäude, bleibt kurz vor seinem Auto stehen. Blick nach oben. Im Haus schreckt die Frau auf, geht zögernd los, lässt resigniert die Arme sinken.

Wilfried Meichtrys Film setzt am Tiefpunkt ein. Die Frau ist Katharina von Arx, die Schweizer Reisejournalistin, der Mann Freddy Drilhon, Reisefotograf und Autor aus Frankreich. Die beiden haben sich in den 50er Jahren bei einer Südseereportage kennen und lieben gelernt. Jetzt sind die gemeinsamen Träume am Ende. „SFT 18: BIS ANS ENDE DER TRÄUME von Wilfried Meichtry“ weiterlesen

SFT 18: À L’ÉCOLE DES PHILOSOPHES von Fernand Melgar

© Sister Distribution

Erster Schultag – das ist immer ein grosses Ereignis, für Kinder, die sich stolz mit ihrem neuen Schulsack für’s Foto präsentieren. Auch für Albiana, Chloé, Louis, Léon, Kenza kommt der erste Schultag. Sie alle sind etwa 5 Jahre alt. Und an ihrem ersten Schultag sind wohl ihre Eltern nervöser und aufgeregter als die Kinder selber.

Albiana und Chloé haben eine genetisch bedingte Beeinträchtigung, Louis und Léon sind stark autistisch, und Kenza kann – ausser weinen und lachen – sich noch gar nicht artikulieren und ist motorisch stark eingeschränkt. „SFT 18: À L’ÉCOLE DES PHILOSOPHES von Fernand Melgar“ weiterlesen