BELGICA von Felix van Groeningen

'Belgica' © filmcoopi
‚Belgica‘ © filmcoopi

Mit seinem belgischen Country-Music-Familiendrama The Broken Circle Breakdown landete Regisseur Felix van Groeningen 2012 einen Kinohit. Jetzt legt er nach mit Belgica, der Geschichte zweier Brüder und eines Nachtclubs. Die Musik dazu kommt von den «Soulwax»-Brüdern Stephen und David Dewaele.

Dass ein Film aus Belgien am renommierten Sundance-Festival in den USA eine Reihe eröffnet, ist nicht alltäglich. Aber Belgica von Felix van Groeningen bietet Style und Sound und Bruderzwist mitten im dampfenden Nachtclubleben von Ghent.

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NIFFF 16: Starkes Plakat

NIFFF Poster 2016

Mein Schweizer Lieblingsfilmfestival hat heute sein Plakat für die diesjährige Ausgabe (1. – 8. Juli 2016) veröffentlicht. Und nach dem etwas flauen Motiv von 2015 hat das neue wieder Punch und Power.

Aber natürlich geht es nicht nur darum. Viel wichtiger sind — wie immer in der Kunst — die Zusammenhänge. Und denen widmet das NIFFF ab der kommenden Ausgabe ebenfalls eine neue Sektion: „NIFFF 16: Starkes Plakat“ weiterlesen

Berlinale 14: DER KREIS von Stefan Haupt

© Ascot Elite
© Ascot Elite

«Ich glaub, ich bin ein Teddybär» – Stefan Haupts Film Der Kreis feierte an der Berlinale Weltpremiere. Es ist am diesjährigen Festival der einzige lange Film, der eine reine Schweizer Produktion ist. Die Dokufiktion erzählt das Leben und Wirken von Ernst Ostertag und Röbi Rapp, zweier Pioniere der schwulen Emanzipationsbewegung in Zürich.

Vierundachzig Jahre alt sind sie beide, Röbi Rapp und Ernst Ostertag, und sie sind mit nach Berlin gekommen, um den Film über sich zu begleiten. Eigentlich wollte Regisseur Stefan Haupt einen reinen Spielfilm drehen – aber weil eine finanziell nötige Kooperation mit dem Ausland nicht zustande gekommen ist, stand das Projekt auf der Kippe.

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Locarno 13: Heads or Tail?

pardispons

Keine Ahnung, wie die Festivalsponsoren untereinander die potentiellen Benefits verteilen. Aber wenn es um das Locarneser Festivalmaskottchen geht, hat die UBS im vergleich zur Manor dieses Jahr eindeutig die Arschkarte gezogen. You are the Jury.

Schaurig schön: Das NIFFF Poster 2013

NIFFF13_affiche_2013

Das NIFFF ist mein Lieblingsfilmfestival in der Schweiz. Ich mag auch andere sehr, aber die dunkle Seite meines Herzens gehört dem NIFFF. Und das hat natürlich auch damit zu tun, dass am NIFFF so viel evoziert wird, von kindlicher Angstlust über pubertäre Gruselfreude bis zur ausgewachsenen Begeisterung für alles Fantastische vor allem und gerade im Kino. Und darum mag ich auch das neue  Plakat so sehr. Denn es greift auch wieder subtil zurück auf Bilder, die uns von Kindheit auf geprägt (und verfolgt) haben, auf Geschichten und Filme, die mir ans Herz gewachsen sind. Zum Beispiel auch auf diesen, von 1980: „Schaurig schön: Das NIFFF Poster 2013“ weiterlesen

Cannes 12: Kurz und Klein

Wort und Wort

„Rust and Bone“ heisst eine Short Story Sammlung von Craig Davidson, welche Jacques Audiard zu seinem De rouilles et d’os inspieriert hat (Kurzbesprechung). Flesh and Blood war ein Film von Paul Verhoeven. Und wenn man zur Zeit die Tradepapers hier in Cannes durchblättert, bekommt man das Gefühl, es gebe nur noch diese Titelpaarungen. Ächz und Stöhn!

Fantoche 2012: Call for entries

Anfangs September 2012 geht das Internationale Animationsfilmfestival Fantoche in seine zehnte Runde und feiert erstmals ein rundes Jubiläum. Ab sofort ist der Wettbewerb für Fantoche 2012 eröffnet. Internationale und nationale Filmschaffende sind aufgerufen, ihre neuesten Animationskurzfilme bis Ende Mai 2012 einzureichen. Ganz neu sind im Wettbewerb von Fantoche Cut Scenes aus Computerspielen zugelassen. Damit integriert Fantoche den Bereich Game Design im regulären Programm, konnte doch im Verlauf der letzten drei Festivals die Öffnung in dieses verwandte Gebiet erfolgreich geprüft werden. Das Jubiläumsfestival Fantoche 2012 steht erstmals unter der neuen künstlerischen Leitung von Annette Schindler, welche voller Elan die vergangenen Festivals Revue passieren lässt und gleichzeitig mit einem Augenzwinkern einen Blick in die Zukunft wagt: The future ain’t what it used to be …

(Das ist natürlich ein schamloser Eintrag in eigener Sache: Ich bin im Vorstand von Fantoche und dem Fantocheförderverein)

Cannes 11: ‚The Fräulein and the Sandmann‘

SandmannFraeulein

Sehr hübsch, der englische Titel für Peter Luisis Der Sandmann. Wie richtig der Titel auch für Schweizer Ohren klingt, erschliesst sich natürlich erst, wenn man weiss, dass Hauptdarstellerin Irene Brügger im übrigen Leben unter dem Namen Frölein DaCapo als Einfrau-Orchester auftritt. Peter Luisis phantastische Tragikomödie wird hier in Cannes auf dem Markt von atrixfilms feilgehalten. Viel Glück!