Die Unverpassbaren, Woche 20 – 2018

Ekaterina Samsonov als Hanna in ‚Wonderstruck‘ © amazon studios

Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen:

  1. Wonderstruck von Todd Haynes.  Ein Junge in den Siebziger Jahren und ein Mädchen in den Zwanzigern durchleben auffällig ähnliche Situationen… Todd Haynes gelingt ein kleines New-York-Filmwunder (fast) ohne übernatürliche Elemente.
  2. I am not a Witch von Rungano Nyoni. Eine Achtjährige wird in Zambia der Hexerei beschuldigt. In ihrem ersten Spielfilm verwebt die Regisseurin Erfahrungen, die sie im Alltag in Ghana gemacht hat.
  3. Isle of Dogs von Wes Anderson. Andersons zweiter Stop-Motion Film mit Puppen versammelt wieder eine kuriose Wahlverwandschaft. Diesmal sind es die verbannten Hunde einer japanischen Megacity, die sich auf ihrer Insel verbünden. Wieder taucht Anderson in eine andere Kultur ein wie ein Erzählschwamm und transponiert seine Familiengeschichten. Charmant und witzig.
  4. Loveless (Nelyubov) von Andrey Zvyagintsev. Die Kälte in diesem Film ist schwer auszuhalten. Ein Paar streitet darüber, wer nach der Scheidung den Sohn zu sich nehmen muss – der Junge hört mit und verschwindet. Ein starker, unerbittlicher Film.
  5. Jupiter’s Moon von Kornél Mundrúczo. Ein junger syrischer Flüchtling wird erschossen und beginnt zu levitieren. Ein zynischer Arzt möchte daraus Kapital schlagen. Irrwitzig, märchenhaft, metaphorisch im Plot, verblüffend realistisch in der Umsetzung.

Morgen im Filmpodcast: Wonderstruck, Chris the Swiss, Dans le lit du Rhône.

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