
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Bereitwilligkeit sich viele Leute vor einer Kamera um Kopf und Kragen reden, ohne es zu merken. Der Altmeister solcher Sammeltätigkeiten ist der Österreicher Ulrich Seidl, aber mit seinem jüngsten Dokumentarfilm kann ihm der Hamburger Jonas Spriestersbach (Tiere, 2019) durchaus das Wasser reichen.
Für seine «No Budget»-Produktion ist Spriestersbach nach Namibia gereist, auf den Spuren der deutschen Kolonialgeschichte. Ein heisses Eisen, das keine deutsche Sendeanstalt anfassen mochte und für das darum auch kaum öffentliche Förderung aufzutreiben war. „MEANWHILE IN NAMIBIA von Jonas Spriestersbach“ weiterlesen

