DJ AHMET von Georgi M. Unkovski

DJ Ahmet und seine Techno-Herde © trigon

Der Charme von Georgi Unkovskis erstem Langspielfilm liegt in seinen Kontrasten, im Umstand, dass da einiges nicht zusammenpassen darf – aber möchte.

Da ist die patriarchal geprägte Schafzüchterwelt in Nordmazedonien, in der der kleine Naim nach dem Tod seiner Mutter aufgehört hat, zu sprechen. Und da ist sein fünfzehnjähriger Bruder Ahmet, der Musik liebt, Pop und Techno, und über sein Mobiltelefon und Tiktok an der sehr gegenwärtigen Welt jenseits von Schafmist und Traktoren teilnimmt. Bis ihn sein Vater aus der Schule nimmt, damit er sich um den Hof und die zwanzig Schafe kümmern kann, während der Vater mit Naim immer wieder zum Quacksalber fährt, der dem Jungen das Sprechen wieder eintreiben soll. „DJ AHMET von Georgi M. Unkovski“ weiterlesen

SIRĀT von Oliver Laxe

Techno und Ratlosigkeit in der Wüste © filmcoopi

Eine Warnung und eine Empfehlung: Sirāt ist kein Film, der glücklich macht. Sirāt ist aber auch kein Film wie irgendein anderer. Oliver Laxes radikal auf Wirkung getrimmter Bilder-, Plot- und Soundtrack folgt der viszeralen Urwucht der Techno-Tracks, welche seine Protagonisten in der Wüste suchen. Sirāt zielt direkt auf das Bauchfell. Und in die Magengrube.

Darum die Empfehlung: Schauen Sie sich das im Kino an, unter allen Umständen. Je grösser der Saal und die Leinwand, je besser die Soundanlage, desto besser. Und nehmen Sie jemanden mit, damit Sie mit dem Erlebnis danach nicht alleine auf der Strasse stehen. „SIRĀT von Oliver Laxe“ weiterlesen