NOUVELLE VAGUE von Richard Linklater

Godard (Guillaume Marbeck) filmt die letzten Sekunden von Michel Poiccard mit Jean-Paul Belmodo (Aubry Dullin) © filmcoopi

106 Minuten pure, cinéphile Glückseligkeit. So könnte man diesen Film zusammenfassen. Richard Linklater bastelt aus Realität, Filmgeschichte, Begeisterung, Legende und Gegenlegende eine Fontäne des Aufbruchs, der Nonchalance, der nicht mehr ganz jugendlichen Getriebenheit zwischen Sorglosigkeit und Ehrgeiz, Arroganz und Freundschaft.

Nicht nur der von Guillaume Marbeck gespielte Jean-Luc Godard in diesem Film trägt die Arroganz des Salon-Revolutionärs wie eine schwarzweisse Trikolore vor sich her, auch der Rest der vor allem aufgrund ihrer fast schon beängstigenden Ähnlichkeit mit den Originalen gecasteten jungen Truppe sprüht vor Charme und Frechheit.

Die Entstehung von Jean-Luc Godards A bout de souffle im Jahr 1959, als grenzüberschreitender Feuerwerksknall der bereits heftig in die Gänge gekommenen Bilderstürmergarde ungestümer Filmkritikerinnen, das ist der Stoff, aus dem ein längst unüberschaubarer Flickenteppich von Mythen und Legenden gewoben wurde. „NOUVELLE VAGUE von Richard Linklater“ weiterlesen

MICKEY 17 von Bong Joon-Ho

Mickey 17 & 18 (Robert Pattinson) © 2025 Warner Bros. Ent.

Mickey ist viele. Oder vielmehr: Mickey war viele. Nun ist er ein Multiple, bzw. doppelt, weil Mickey 17 seine letzte Mission auf dem fremden Planeten ungeplant überlebt hat, und sein Klon Mickey 18 im Raumschiff schon ausgedruckt wurde. „MICKEY 17 von Bong Joon-Ho“ weiterlesen

NOSFERATU von Robert Eggers

Nicholas Hoult als Thomas Hutter im Schloss von Graf Orlok © Universal

Es gibt keine ironischen Momente in Eggers Nosferatu. Aber der Film hat ein Über-Ich, und dieses grinst glückselig vor sich hin, immer wieder.  „NOSFERATU von Robert Eggers“ weiterlesen