Welthund auf lokaler Rekordjagd

Foto vom Dreh von Welthund (c) WH Productions

Der „erste Oberbaselbieter Spielfilm“ Welthund (Besprechung) zeigt einmal mehr, dass lokale Produktionen für ein lokales Publikum auch dann sehr attraktiv sein können, wenn sie technisch oder künstlerisch nicht ins Spitzenfeld gehören. Lokal verankertes Kino ist so selten geworden, dass es tatsächlich Ereignischarakter bekommt. So meldet die Basellandschaftliche Zeitung heute:

Basellandschaftliche Zeitung / MLZ; 03.09.2008; Seite 11

«Welthund» bricht Rekord

«Welthund», der erste Oberbaselbieter Kinofilm, hat im Liestaler Kino Sputnik für die absolute Traumauslastung gesorgt: Die meisten Vorstellungen waren ausverkauft. Soweit sich die Besucherzahlen zurückverfolgen lassen › bis ins Jahr 1992 › hat noch kein einziger Film für ein derart volles Kino gesorgt. In den ersten zwei Wochen vom 14. › 28. August sahen sich exakt 1500 Menschen den Film des Regisseurs Ueli Ackermann im Liestaler Sputnik und im Gelterkinder Marabu, das mit dem Sputnik zusammenarbeitet, an. Für den absoluten Besucherrekord reichte es indes nicht ganz: «Mein Name ist Eugen» von 2005 schlägt den «Welthund» knapp um 42 Zuschauer. (bz)

Dass solche lokale Erfolge allerdings nur bedingt „exportfähig“ sind, zeigte sich am seinerzeit in Basel enorm erfolgreichen Dokumentarfilm Der letzte Coiffeur vor der Wettsteinbrücke von Jacqueline Falk und Christian Jamin. Was in Basel die Leute in Scharen ins Kino lockte, war andernorts, ohne die lokale Verankerung, „bloss“ ein charmanter kleiner Dokumentarfilm über einen alten Handwerker.

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